ProCamera v27.0 bringt Unterstützung für die neue variable Blende auf dem iPhone 18 Pro und 18 Pro Max
Nach unserer ersten Woche mit den neuen iPhones schauen wir uns an, was die neue Kameratechnik und die Blendensteuerung in der Praxis bringen.

Vertraute Objektive, neue kreative Möglichkeiten
Die größte Neuerung bei der Kamerahardware des iPhone 18 Pro und Pro Max steckt in der 48-MP-Hauptkamera: Eine physische variable Blende von ƒ/1,48 bis ƒ/4 ersetzt die feste ƒ/1,78-Blende der iPhone-17-Pro-Generation. Sie lässt sich weiter öffnen, um mehr Licht einzufangen, oder schließen, um die Schärfentiefe zu vergrößern. Die 48-MP-Ultraweitwinkelkamera mit ƒ/2,2 und die 48-MP-Telekamera mit 4-facher Vergrößerung und ƒ/2,8 behalten ihre bekannten Spezifikationen.
Für ProCamera-Nutzer liegt die spannendste Neuerung dieses Jahres deshalb in der 1x Hauptkamera: Mit der variablen Blende steht Ihnen eine weitere Einstellung zur Verfügung, mit der Sie Ihre Fotos gezielt gestalten können.

Variable Blende auf dem iPhone 18 Pro: Was Sie erwarten können
Der größte praktische Vorteil der variablen Blende ist die Kontrolle über das Licht. Eine größere Blendenöffnung lässt mehr Licht auf den Sensor und ermöglicht dadurch eine kürzere Belichtungszeit oder einen niedrigeren ISO-Wert. Beim Abblenden wird die Öffnung kleiner und lässt weniger Licht hindurch. So können Sie längere Belichtungszeiten nutzen, wenn die Bedingungen es erlauben. Bei Videos kann das helfen, eine natürliche Bewegungsunschärfe und dadurch einen filmischeren Look zu erzielen. Einen ND-Filter ersetzt die Blende bei hellem Tageslicht allerdings nicht.
Die Schärfentiefe verändert sich – aber dezent. Die einstellbare Blende gibt Ihnen eine neue Möglichkeit, zu beeinflussen, wie viel von Ihrem Motiv scharf abgebildet wird. Der Sensor des iPhone ist deutlich kleiner als die Sensoren in großen DSLR und spiegellosen Kameras. Zusammen mit der kurzen tatsächlichen Brennweite sorgt das dafür, dass ein großer Teil der Szene scharf bleibt – die Schärfentiefe ist also groß. Durch die Blendeneinstellung können Sie sie in einem gewissen Rahmen steuern. Der Effekt fällt jedoch deutlich dezenter aus als bei einer größeren Kamera und wird vor allem bei Nahaufnahmen sichtbar. Bei Ganzkörperporträts entsteht deshalb auch mit weit geöffneter Blende bei ƒ/1,48 keine ausgeprägte optische Hintergrundunschärfe.
Bei Nahaufnahmen wird die Hintergrundunschärfe deutlicher. Je näher Sie an Ihr Motiv herangehen und je weiter der Hintergrund davon entfernt ist, desto leichter lassen sich die Unterschiede zwischen den Blendeneinstellungen erkennen. Blumen, Essen und andere nahe Motive eignen sich gut zum Ausprobieren – solange Sie innerhalb des Fokussierbereichs der Hauptkamera bleiben. Gehen Sie im automatischen A-Modus zu nah heran, wechselt die Kamera zum Ultraweitwinkelobjektiv. Dieses kann auch auf sehr nahe Motive scharfstellen, hat aber weiterhin eine fixe, unveränderbare Blendenöffnung.
Damit Sie den Überblick behalten, zeigt ProCamera das aktuell aktive Objektiv jetzt neben dem Blendenwert in der oberen linken Ecke an.
Das Bokeh hat seinen eigenen Charakter. Mehr Unschärfe bedeutet nicht automatisch einen weicheren Hintergrund. Unscharf Abgebildetes (Lichtpunkte, Strukturen, Personen im Hintergrund,…) können sichtbare Ringe und klar definierte Ränder aufweisen. Dadurch kann der Hintergrund unruhiger wirken als bei der besonders weichen Darstellung mancher größerer Porträtobjektive. Ein von sich aus ruhiger Hintergrund und ausreichend Abstand zwischen Motiv und Hintergrund machen hier einen großen Unterschied.
Blendensteuerung in ProCamera

Auf dem iPhone 18 Pro und Pro Max finden Sie unten rechts im manuellen Aufnahmemenü eine neue ƒ-Taste. Tippen Sie darauf, um die Blendenskala zu öffnen und einen Wert zwischen ƒ/1,48 und ƒ/4 auszuwählen. ProCamera bietet Ihnen auch Zwischenwerte wie ƒ/1,6 oder ƒ/2,0. So können Sie die Balance zwischen Licht, Schärfentiefe und Bildschärfe über die vier Hauptblendenwerte hinaus fein abstimmen. Eine neue Blendenanzeige in der oberen linken Ecke zeigt außerdem, welches Objektiv gerade aktiv ist: Ultraweitwinkel (U), Weitwinkel (W) oder Tele (T).
ƒ/1,48: Mehr Licht einfangen. Bei vollständig geöffneter Blende lässt die Hauptkamera bei gleicher Belichtungszeit etwa 45 % mehr Licht auf den Sensor als das ƒ/1,78-Objektiv des iPhone 17 Pro. Dieses zusätzliche Licht können Sie für eine kürzere Belichtungszeit nutzen, um Bewegungen scharf abzubilden und Verwackelungen zu reduzieren, oder für einen niedrigeren ISO-Wert und damit weniger Bildrauschen. Gleichzeitig erhalten Sie die stärkste optische Hintergrundunschärfe, die mit der Hauptkamera möglich ist. Der Kompromiss ist eine etwas weichere Abbildung zu den Bildrändern hin – eine typische Eigenschaft von Objektiven bei weit geöffneter Blende. Starkes Gegenlicht oder sehr helle Lichtquellen können außerdem auffälligere Reflexionen und Streulichteffekte verursachen.
ƒ/1,8: Vielseitig im Alltag. Dieser Wert liegt sehr nah an der festen Blende der vorherigen Generation und bietet eine gute Balance zwischen Lichtausbeute und Schärfe. Er eignet sich als Ausgangspunkt für die alltägliche Fotografie, wenn Sie weder die größtmögliche Öffnung noch zusätzliche Schärfentiefe benötigen. Nicht ohne Grund kam dieser Blendenwert bereits bei früheren iPhones als fixe Öffnung zum Einsatz …
ƒ/2,8: Noch mehr Details herausholen. Erste Tests deuten darauf hin, dass ƒ/2,8 der optimale Wert für maximale Schärfe und Detailzeichnung ist. Damit eignet sich diese Einstellung besonders für Landschaften, Architektur und Motive, bei denen etwas mehr Schärfentiefe willkommen ist. Am besten nutzen Sie sie bei hellem Licht: Dann können Sie trotz der kleineren Öffnung den ISO-Wert niedrig und die Belichtungszeit kurz halten.
ƒ/4: Mit Schärfentiefe und Blendensternen experimentieren. Die kleinste Öffnung bietet die größte Schärfentiefe der Hauptkamera und kann helle Lichtquellen wie die Sonne, Autolichter oder LED-Leuchten in markante Blendensterne verwandeln, die auch als Sternstrahl- oder Starburst-Effekt bekannt sind. Probieren Sie es mit Sonnenlicht, das durch Blätter fällt, oder mit Sonnenstrahlen auf Wasser. Das Erscheinungsbild verändert sich mit der Blende, von kleinem runden Lichtpunkt hin zu Stern. Ein interessantes neues Stilmittel, das Sie bewusst einsetzen können. Vergleichen Sie ƒ/4 mit ƒ/1,8 und ƒ/2,8, um herauszufinden, welcher Look Ihnen am besten gefällt. Durch das starke Abblenden bei ƒ/4 (verglichen mit einer Vollformatkamera wären wir hier bereits bei der Schärfentiefe von ƒ/14) können feine Details aufgrund von Beugung etwas weicher werden. ƒ/4 ist deshalb vor allem eine kreative Wahl und nicht automatisch die beste Einstellung für maximale Schärfe.
Mehr kreative Kontrolle und da kommt noch mehr!
Physische Blende und Porträt-Modus bieten unterschiedliche Möglichkeiten: Mit der neuen Blendenskala steuern Sie die tatsächliche Öffnung im Objektiv der Hauptkamera. Damit verändert es, wie viel Licht auf den Sensor fällt und wie die Schärfentiefe optisch wiedergegeben wird. Die simulierte Blende im Porträtmodus nutzt dagegen Tiefeninformationen und Software, um den Hintergrund unscharf darzustellen (Software statt Physik). So lassen sich Motive deutlich stärker vom Hintergrund abheben und stärkere Unschärfen erzeugen0 .Beide Ansätze haben ihren Platz: Der eine gestaltet das Bild optisch während der Aufnahme, der andere ermöglicht es, die Unschärfe rechnerisch anzupassen, selbst im Nachhinein im Bearbeitsstudio.
Für ProCamera ist das erst der Anfang. Mit der neuen Blendenskala in v27.0 wird die variable Blende der neuen Hauptkamera direkt nutzbar. Während wir die Möglichkeiten der neuen Hardware und Software weiter erkunden, werden wir die Bedienung weiter verfeinern und zusätzliche Verbesserungen entwickeln.
Noch nie hat das iPhone Nutzern so viel fotografische Kontrolle geboten. Wir freuen uns darauf, Ihnen dabei zu helfen, stets das Beste herauszuholen – egal ob Sie spontan einen schnellen Schnappschuss machen oder Ihre nächste Aufnahme sorgfältig vorbereiten.
Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben oder auf einen Fehler stoßen, wenden Sie sich gerne über die App oder per Mail an unser Kundenservice-Team.
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